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▄ber

In meinem kleinen Heimatdorf kennt Jeder Jeden. Das ist Fluch und Segen. Früher war alles besser. Damals lernten die Jungen von den Alten. Im Zuge der immer schneller fortschreitenden Imformationstechnologie lernen die Alten widerwillig von den Jungen. Das Dorf befindet sich in einem Wandel.

Ich möchte auf satirische Weise diesen Wandel kommentieren. Manchmal sind Rückblicke nötig um aktuelle Dinge verstehen zu können

Es geht auch nicht immer nur um das Dorf und seine Einwohner. Politik und aktuelles Weltgeschehen werden bei den Einwohner natürlich auch diskutiert.

Alter: 42
 

Mehr Řber mich...

Als ich noch jung war...:
...war ich kaum zu b├â┬Ąndigen

Wenn ich mal gro▀ bin...:
..will ich Feuerwehrmann werden. Hat ja auch geklappt.

In der Woche...:
... nach dem Schmutzigen Donnerstag geht die Post ab.

Ich wŘnsche mir...:
...einen weiteren Titel für den VfB Stuttgart
... dass ich meine Traumfrau finde
... den Weltfrieden
Das wird schwer. Sind ja schlie├â┬člich W├â┬╝nsche

Ich glaube...:
an intellegentes Leben im All. Irgendwo muss es das ja geben.

Ich liebe...:
... viele einfache Sachen. Ein gem├â┬╝tlicher Abend mit Freunden, ein gutes Steak, ein k├â┬╝hles Bier, mein Sofa, Spontanit├â┬Ąt und verr├â┬╝ckte Sachen.

Man erkennt mich an...:
... st├â┬Ąndigem (schwarzen) Humor, Ironie und Sarkasmus. Manchmal nerve ich damit. Ich werde wohl damit Leben m├â┬╝ssen.

Ich grŘ▀e...:
...verschieden frühere Lehrer (aus dir wird nie was), und Alle, die an mich geglaubt haben. Auch wenns schwer fiel.



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Blog

Religion und Glauben

Die 6000 Einwohner in meinem kleinen Heimatdorf sind überwiegend katholisch. Zirka 60 % der registrierten Bewohner gehören dieser christlichen Glaubensrichtung an. Etwa 20 % sind evangelisch. Der Rest teilt sich irgendwie in verschiedene Richtungen auf. Ich behaupte einfach mal, dass ein großer Teil der übrigen Einwohner Muslime sind. Gleich danach kommen die Atheisten. Weitere Minderheiten lasse ich einfach mal unter den Tisch fallen.

Die Muslime in Spätzlesbach haben sich im Laufe der Jahre hervoragend angepasst. Einige von ihnen schwätzen besser schwäbisch wie manche Kinder von alteingesessenen Familien, deren Nachwuchs Hochdeutsch erzogen wird. Dialekt, speziell schwäbisch, schickt sich neuerdings nicht mehr. 

Dabei ist Sprache doch Kultur und auch Heimat.

Unsere türkischstämmigen Mitbürger spielen Fußball im Verein, sind bei der Feuerwehr oder spielen Jagdhorn beim Musikverein. Auf Straßenfesten verkaufen sie Döner und Yufka und stoßen mit uns Kunden mit Bier aus regionaler Herstellung an. 

Muslimische Kinder sind an Weihnachten in der Kirche und nehmen am Krippenspiel teil. Dieses Miteinander ist für uns selbstverständlich. Auch wenn ein "wüstgläubiges oder Gottloses" Kind nie die Maria, den Josef oder das Jesuskind spielen darf. Für diese Aufführung werden aber auch andere Darsteller gebraucht. Das es Absicht ist, den Ali aus der Klasse 3b der Grundschule den Esel spielen zu lassen, würden wir unserem Pfarrer auf keinen Fall unterstellen. 

Apropos unsere Pfarrer der katholischen Gemeinde. Der erste Pfarrer den ich kennen lernen durfte, spielte mit uns Fußball auf dem Hof der früheren Grundschule. Für uns Kinder war das damals ein absolutes Highlight. Seltsam wurde es erst, als Hochwürden ein Fenster einschoss und mir anschließend den Ball in die Hand drückte.

In der Zeit zwischen unserem Erstaunen mit offenen Mündern und dem Anschiss des Hausmeisters war der Pfarrer verschwunden.

Der Pfarrer nach diesem Fußballspezialisten gab jedem VfB- Fan nach dem Gottesdienst ein Bier aus, da der Verein aus Stuttgart damals 1992 deutscher Meister wurde.

Der jetzige Pfarrer ist eigentlich sehr konservativ. Die nach 1975 geborenen hatten sich mit dem eigentlich jungen Pfarrer jemand gewünscht, bei dem alles etwas lockerer wird. Bei seiner Einstellung könnte man allerdings meinen, ein Vorfahre von ihm wäre damals in Bizanz/ Konstantinopel (ca. 300 n.Chr.) bei der Kichenreform persönlich dabei gewesen.

Auf jeden Fall ist sein Gottesdienst ordentlich besucht. Drei mal im Jahr ist die große Kirche wirklich gut befüllt. Also an Ostern, Weihnachten und am weißen Sonntag. Einmal im Jahr ist sie dann fast überfüllt. Das ist am Narrengottesdienst des Fastnachtvereins. Widerwillig überlässt Hochwürden dann sein Gotteshaus dem Diakon und den Narren inklusive Guggenmusik. Narren und Faschingsfans aus der ganzen Gegend zelebrieren diesen Gottesdienst. Der Herr Pfarrer nimmt nicht daran teil. Er musste sich allerdings den Karnevalisten beugen, und seine Kiche den Fasntnachtern überlassen, da der Druck und der Dorftratsch überhand nahmen.

Trotzdem kann er dem Fasching mittlerweile etwas possitives abgewinnen. Am Aschermittwoch ist die Kirche zur Spätmesse wieder ordentlich gefüllt. Der Fasnachtsverein zwingt seine Mitglieder auch fast zur Teilnahme.

Zum Thema Glauben- wir Schwaben haben unsere eigene Steigerungsformel. Bei uns heißt es nicht "gut, besser am Besten". Wir steigern mit "gut, saumässig gut und jesasmässig gut". Sollte jetzt jemand sagen :" das ist Blasphemie." so kontern wir mit :" i hab ja net Jesusmässig gut gesteigert, sondern mit Jesasmässig gut."

Alteingesessene Ausländer haben sich auf jeden Fall auch sprachlich und Glaubenstechnisch integriert. Haben sie doch schließlich gelernt, wenn ihnen ein Missgeschick passiert, fluchen sie die passenden Heiligen vom Himmel herunter.

Falls ihr jetzt glaubt, dass Spätzlesbach doch euer Heimatdorf ist, liegt ihr falsch. Spätzlesbach ist und bleibt rein fiktiv. Auf Grund dieser Schilderungen kann ich sofort mindestens drei Orte nennen, in denen es auch so läuft.

30.9.15 19:16


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Beschreibung meines kleinen Heimatdorfes


Mein kleines Heimatdorf gibt es überall in Deutschland. Ja, sogar in Bayern. Mein Heimatdorf ist unter selbstständiger Verwaltung und liegt neben einer größeren Stadt. Meine Auswahl für die Verortung des Dorfes lag unter anderem an der Topographischen Lage. Um Gewisse Eigenschaften aufweisen zu können, muss es in hügeliger oder bergiger Landschaft liegen, braucht eine gewisse Infrastruktur und muss ländlich sein.

Meine Auswahl fiel auf die Schwäbische Alb. Auch deswegen, weil ich selber von dort komme.

Der Ort ist fiktiv und heißt Groß- Spätzlesbach. Zusammen mit dem Ortsteil Klein- Spätzlesbach und einigen Außengehöften leben rund 6000 Einwohner in meinem kleinen Heimatdorf. Geographisch liegt das Dorf irgendwo zwischen Ulm, Schwäbisch Hall und Stuttgart.

Es gibt die üblichen Vereine. Fußballclub, Feuerwehr, Musikverein, Schützenverein und einige Weitere.

Gastronomie hat sich auch angesiedelt. Zwei deutsche Restaurants. Eins zum gut Essen gehen. Eins zum richtig gut Essen gehen.

Eine Pizzeria, einen Dönerladen und eine Kneipe ergänzen das Angebot.

Neben Voll-und Halbsortimentern diverser Handelsketten gibt es viele Einzelhändler. Mann bekommt fast alles in dem Dorf. Für Waren, die man nicht bekommt musste man früher in die Nachbarstadt. Heute erledigt einiges davon das Internet. Amazon, Zalando und Kollegen liefern alles bis zur Haustüre. Vorausgesetzt, der Kunde hat sich die Mühe gemacht, um über DSL-Light, auf den verschlüsselten Https- Seiten der Onlinehändler zu bestellen. Solche Vorgänge können je nach Straße in der du wohnst und Auslastung durchaus Abendfüllend sein.

"Ihre Bestellung wird verarbeitet" Jo, dann geh ich solange noch schnell den Rasen mähen und das Auto waschen.

In Teilen von Spätzlesbach gibt es Kabelanschluss und Glasfaserleitungen. In anderen Teilen funktionieren Rauchzeichen und die Buschtrommel besser und schneller als das Angebot des Leitungsbesitzers. Den Namen des Anbieters werde ich natürlich nicht nennen. ein Magentaroter Buchstabe soll allerdings sein Markenzeichen sein.

Dank privater Investoren und wenig Gegenwehr gibt es in dem Dorf die Handyantennen aller deutschen Anbieter. Mitten im Ort sogar eine UMTS- Antenne, die mittlerweile HSDPA- fähig ist und eine erheblich höhere Übertragungsrate auf mobile Endgeräte zusichert, als die Leitungen vom Festnetzanbieter.

Mobiles Internet ist in meinem kleinen Heimatdorf eine echte Alternative.

LTE gibt es nur in Klein- Spätzlesbach. Das war allerdings auch bitter notwendig. Der vorhandene Internetanschluss, und das EGDE- Handynetz waren sehr langsam. Wollte man mal schnell nach dem Wetter schauen, konnte sich- bis die Seite geladen hatte- manchmal nicht nur das Wetter ändern. Es konnte durchaus bereits eine andere Jahreszeit sein.

Da in dem Ort, wie bereits erwähnt, nur ein Teil Kabel- TV empfangen kann, sind in diesem Ort wahnsinnig viele Satelittenschüsseln angebracht. An einigen Häusern sogar über zehn Stück. Auf das private Fernsehangebot möchte niemand mehr verzichten. Bei dem Angeot der Öffentlich- Rechtlichen dürfte das eigentlich auch niemand wundern.

 Als ich noch ein Kind war, musste mein Vater immer während der Öffnungszeiten zur Bank um genügend Liquiditätsmittel zu haben. Einige Einzelhändler akzeptieren heute noch ausschließlich Bargeld. In Zeiten von Handybezahlung nahezu undenkbar.

Mittlerweile gibt es selbstverständlich auch Geldautomaten. Für einige ältere Einwohner hat sich deswegen trotzdem nichts verändert.

Einige Leser werden nach dieser Beschreibung sagen: " Hoppla, den Ort kenn ich doch. Das ist doch....".

Spätzlesbach ist rein fiktiv. Ähnlichkeiten mit echten Orten und Personen sind rein zufällig. Echt jetzt.

23.5.14 21:16


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